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    <updated>2026-08-02T16:22:46+02:00</updated>
    
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            <title type="text">WAS EINEN GUTEN JAHRGANG AUSMACHT</title>
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                                            Aus gegebenem Anlass… Hitzewelle in Deutschland, ein Ausnahmezustand für alle. Die Landwirte sind am Limit, gegen die Trockenheit hat man schon verloren. Bauern müssen ihre Tiere zufüttern, Notschlachtungen hat es schon gegeben, die Bauern flehen um Unterstützung. Eine Outdoor...
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                 Aus gegebenem Anlass… 
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 Hitzewelle in Deutschland, ein Ausnahmezustand für alle. Die Landwirte sind am Limit, gegen die Trockenheit hat man schon verloren. Bauern müssen ihre Tiere zufüttern, Notschlachtungen hat es schon gegeben, die Bauern flehen um Unterstützung. Eine Outdoorveranstaltung, wie wir sie Jahre nicht mehr hatten. 
 Und diese Hitze soll gut für Wein sein?? Mich erinnert das alles an den Sommer 2003…. 
 Wochenlang berichteten die deutschen Tageszeitungen vom Weinjahrgang 2003. „Besser als 1959“, „ein Jahrhundertjahrgang“ hieß es da und jeder war über die über allen Zweifel erhabene Qualität der Weinernte im Bilde… Ich staunte, denn dies wurde geschrieben, als die meisten Erzeuger noch gar nicht mit der Lese begonnen hatten, selbst einen Monat später hatten die führenden deutschen Winzer noch immer keine einzige Traube geerntet. Kurze Zeit später las man in Fachzeitschriften: „2003, ein Katastrophenjahrgang?“, „Das Jahr der Brummis“… und schließlich, im März auf der Pro Wein, einer der wichtigsten Weinmessen Europas, schaute man sich kopfschüttelnd und fragend an. Drei Messetage hatte man sich durch „Monsterweine“ durchgekämpft, deren hohe Alkohol- und niedrigen Säurewerte es auch geübten Verkostern nicht leicht machten. Ich persönlich begann, alles, was noch von 2001 und 2002 zu bekommen war, für unseren Weinkeller zu ordern. 
 Tatsache ist, wir hatten in 2003 einen Ausnahmesommer mit extremen Temperaturen, die die Reben unter Trockenstress leiden ließen, den Zuckergehalt in den Beeren in die Höhe trieben, die Säurewerte dagegen aber sinken ließen. Da Zucker nun mal zu Alkohol vergärt und noch mehr Zucker zu noch mehr Alkohol, entstanden Weine mit extrem hohen Vol. %. Winzer, die genau das vermeiden wollten, begannen sehr früh mit der Lese, mit dem Resultat, das diese Weine schon jetzt Alterungstöne zeigen, weil die absichtlich früh gelesenen Beeren noch gar nicht ausgereift waren. Viele Winzer machten von der Erlaubnis des Säurezusatzes (das hat es in deutschen Anbaugebieten noch nie gegeben) Gebrauch, mit dem Ergebnis, dass sich in vielen Fällen die zugesetzte Säure nicht richtig eingebunden hat. Die meisten trockenen Weißweine aus 2003 zeichnen sich durch Alkohol aus, besitzen keine Eleganz, keine eigene Persönlichkeit und durch den Mangel an Säure wirken sie plump und schwer oder aber sie sind durch Zugabe von Säure verunstaltet worden und werden wohl nicht mehr lange überleben. 
 Richtig ist aber, dass 2003 exzellente Rotweine hervorgebracht hat und großartige Süßweine. Auf schlichte, leichte Kabinettweine mußten wir in diesem&amp;nbsp; Jahr wohl verzichten… In Wirklichkeit sind große Jahrgänge selten. Der letzte war 1990, seitdem haben immer nur einzelne Anbaugebiete einen Ausnahmejahrgang erlebt. Die Weinrebe benötigt weit mehr als nur Sonne zum Reifen, diese allein reicht nicht. Gute Weine brauchen neben Bodenbeschaffenheit und einem&amp;nbsp; ausgeglichenen Klima&amp;nbsp; noch das Know How eines fleißigen und leidenschaftlichen Winzers. Und „Spitzengewächse“ noch vieles mehr. Sonne und dementsprechend hohe Oechslewerte machen keinen großen Wein, sie geben letztlich nur einen ungefähren Hinweis auf die Qualität. Über seinen Charakter, seine Struktur und seine Lebenserwartung sagen sie nichts aus. 
 Für einen Jahrhundertjahrgang ist es auch jetzt in 2018 zu spät, gerade die jungen Reben sind vertrocknet. Die Winzer in den Weinregionen, in denen es zwischendurch wenigstens mal etwas geregnet hat, konnten hoffentlich noch was retten. 
 Wir haben einen Jahrhundertsommer, aber sicher keinen Jahrhundertjahrgang! 
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                            <updated>2021-01-17T00:45:00+01:00</updated>
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            <title type="text">HISTAMIN, WAS IST DAS EIGENTLICH?</title>
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                                            Und darf man bei Unverträglichkeit trotzdem Wein trinken? Die gute Nachricht zuerst: Ja, man darf trotzdem Wein trinken! Histamin wird vom menschlichen Körper selbst aus der Aminosäure „Histidin“ hergestellt und gehört wie Serotonin oder Thyramin zu der Gruppe der biogenen Amine.
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                 Und darf man bei Unverträglichkeit trotzdem Wein trinken? 
 &amp;nbsp; 
 Die gute Nachricht zuerst: Ja, man darf trotzdem Wein trinken! 
 Histamin wird vom menschlichen Körper selbst aus der Aminosäure „Histidin“ hergestellt und gehört wie Serotonin oder Thyramin zu der Gruppe der biogenen Amine. 
 Biogene Amine sind biologisch aktive Substanzen, die im Körper für wichtige Funktionen notwendig sind. Unter anderem regulieren sie den Blutdruck, regen die Magensaftproduktion an oder regeln den Schlaf-Wach-Rhythmus. Histamin erfüllt also wichtige Aufgaben. Zum Problem wird Histamin erst, wenn zu viel davon im Körper vorhanden ist. Bei gesunden Menschen wird das Histamin, wenn es seine Aufgaben erledigt hat oder zu viel davon vorhanden ist, im Dünndarm über das Enzym „ Diaminoxidase“ abgebaut. Den Menschen mit einer Histamin-Unverträglichkeit fehlt dieses Enzym oder es &amp;nbsp;ist nicht in ausreichender Menge vorhanden, und dann nimmt die Sache ihren unangenehmen Lauf. 
 Entgegen vieler Vorurteile handelt es sich also nicht um eine Allergie, sondern um eine Unverträglichkeit bei zu hoher Menge, die wiederum allergische Reaktionen auslösen kann. Tabu sind dann beispielsweise Tomaten, Spinat, Avocados, gereifte Käse, geräucherte Schinken, Salami, da sie reich an Histamin sind, und eben auch Wein, oder doch nicht? 
 Beim Wein gilt es zunächst mal, auf den Alkoholgehalt zu achten, denn Alkohol hemmt das bereits genannte DAO/ Diaminoxidase, welches für den Histaminabbau zuständig ist. Zudem kann Alkohol auch bereits im Körper vorhandene Histamine freisetzen. 
 Allgemein entstehen Histamine, wenn Lebensmittel fermentiert werden oder ein Gärprozess an der Herstellung beteiligt ist. 
 Für Wein gilt generell, dass der Histaminwert besonders hoch ist wenn: 
 
 Ungesundes Lesegut verarbeitet wird 
 Die Trauben zu langsam verarbeitet werden und während dieser Zeit erhöhte Temperaturen annehmen 
 Spontangärung mit teilweise wochen-/monatelanger Gärdauer 
 Langgezogene/unvollständige malolaktische* Gärung 
 Rotwein enthält generell mehr Histamin als Weißwein 
 Weine im Holzfass/Barrique gereift sind 
 
 Punkt 1 und 2 spielen bei unseren Weinen schonmal keine Rolle, weil unsere Hersteller nicht unhygienisch arbeiten. Die letzten Punkte 3 – 6 sind Aspekte der Herstellung, die nichts mit der Qualität zu tun haben. 
 Sie können also sehr wohl Wein genießen, solange Sie ein paar Dinge beachten. Sprechen Sie mit uns, wir kennen unsere Weingüter und sind mit dem Thema vertraut. Wichtig ist z.B. auch, dass Sie zum (histaminarmen) Wein keine von den o.g. histaminreichen Leckereien zu sich nehmen. 
 Die Bezeichnung „histaminarmer“ oder „histaminfreier“ Wein ist übrigens 2015 von einer EU-Verordnung verboten worden, da dies „gesundheitliche Angaben“ seien. 
 &amp;nbsp; 
  *Auch „biologischer Säureabbau“ – es handelt sich um die Umwandlung der im jungen Wein von Natur aus vorhandenen Apfelsäure in die mildere Milchsäure. Dieser Prozess hat nichts mit der alkoholischen Gärung zu tun.  
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                            <updated>2021-01-06T00:30:00+01:00</updated>
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            <title type="text">DÜRFEN DIABETIKER WEIN GENIESSEN?</title>
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                 Die Zeiten, in denen&amp;nbsp;mit der Diagnose ‚Diabetes’ eine kulinarische Enthaltsamkeit begann, sind vorbei. 
 &amp;nbsp; 
 Wo früher gnadenlose Tabus und spezielle Diabetikerernährung das Leben langweilig und schwer machten, ist heute im Prinzip alles erlaubt, vorausgesetzt der Diabetiker ist medikamentös gut eingestellt und beachtet ein paar einfache Regeln. 
 Empfohlen wir eine sogenannte „Mediterrankost“, d.h. eine Ernährung mit Olivenöl statt tierischen Fetten, pflanzliche Nahrungsmittel, Cerealien und „moderater Weingenuss“. 
 Lange dachte man, dass Fructose als nützlicher Ersatzstoff für Saccharose und Glucose in der Diabetikerbehandlung von Vorteil sei. Heute weiss man, dass zuviel Fructose ungünstige Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat. So erhöht Fructose z.B. die Plasmakonzentration der Blutfette und das schädliche LDL-Cholesterin. Beides begünstigt die Entstehung der Gefäßverkalkung und erhöht damit das Risiko von Schlaganfall und Herzinfarkt. Ebenso werden durch zu viel Fructose Übergewicht und das metabolische Syndrom, auch „tödliches Quartett“ aus Fettleibigkeit, Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck begünstigt. 
 Aus diesem Grund gibt es seit vielen Jahren keine weinrechtliche Bezeichnung von „Diabetikerwein“ mehr, da sich dessen Definition nach dem Fructose- und Glucose Gehalt richtete. 
 Der heutige Ansatz ist&amp;nbsp;  moderater  &amp;nbsp;Weingenuss von  &amp;nbsp;trockenen  &amp;nbsp;Weinen – also Weine mit wenig Restzucker. Diese Zuckergehalte spielen für den gut eingestellten Diabetiker eine untergeordnete Rolle. 
 Weiterhin ist es empfehlenswert, zum Wein Kohlenhydrate kombiniert mit Gemüse, Fisch und Olivenöl zu genießen, da der Blutzucker dann nur langsam erhöht wird. 
 Sprechen Sie mit uns – wir empfehlen Ihnen Weine, die für Diabetiker besonders geeignet sind. 
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